Sozialberater zu Energieberatern geschult / Niederösterreich

Die Arbeiterkammer NÖ und die EVN wollen mit einem gemeinsamen sozialen Projekt einkommensschwachen Haushalten beim Geld sparen helfen.

30 Personen von 14 Sozialorganisationen haben an einer Schulung vom Sozial- zum Energieberater teilgenommen, teilte die EVN am Sonntag (Frühjahr 2015) mit. Der erste Schulungslehrgang wurde in St. Pölten abgehalten, der nächste findet im Herbst 2015 in Wr. Neustadt statt.

„Wir bringen Sozialarbeitern den Umgang mit energieeffizienten Maßnahmen bei, die sie bei den Betroffenen anwenden“, so AK-NÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser sowie EVN- Vorstandssprecher Peter Layr in einer Aussendung. Das spare den Haushalten viel Geld.

Die ersten 30 Sozialarbeiter haben die Schulungsveranstaltung bereits in St. Pölten absolviert. Die Teilnehmer arbeiten bei Sozialorganisationen wie etwa der Caritas, dem Roten Kreuz, dem Hilfswerk oder dem Jugendzentrum Steppenwolf. „Sie wissen genau, welche Schwierigkeiten in den einkommensschwachen Haushalten bestehen. Durch das Wissen wird den Betroffenen rasch geholfen“, berichtete Layr.

Die Sozialarbeiter würden Einsparpotenzial erkennen, über energieeffiziente Maßnahmen informieren und in Kooperation mit der EVN aktive Unterstützung anbieten, hieß es. Die Betroffenen werden dadurch laut Wieser finanziell entlastet. Die Sozialarbeiter informieren außerdem auch darüber, welche Unterstützungsmöglichkeiten es rund um das Thema Energie gibt – etwa Heizkostenzuschuss und Energieberatung.

Das nötige „Werkzeug“ wird den Mitarbeitern der Sozialorganisationen von der EVN gestellt. „Das Einsparpotenzial pro Haushalt liegt bei rund 30 Prozent“, betonten Wieser und Layr.

Fortsetzung des Angebots

In Wiener Neustadt, Krems und Amstetten werden ab September 2015 Sozialarbeiter von AKNÖ und EVN geschult.
„Wir bringen Sozialarbeitern den Umgang mit energieeffizienten Maßnahmen bei, die sie bei den Betroffenen anwenden“, betonen AKNÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser sowie EVN Vorstandssprecher Peter Layr. Das spart den Haushalten viel Geld.

Schlecht gedämmte Wände, laufende Radiatoren, hohe Stand-by Verbräuche oder andere Stromfresser sind häufig in einkommensschwachen Haushalten zu finden. Auch das Wissen um Förderungen ist mitunter zu wenig vorhanden. Hilfe kommt dann von Sozialarbeitern. „Sie wissen genau, welche Schwierigkeiten in den einkommensschwachen Haushalten bestehen. Durch das Wissen wird den Betroffenen rasch geholfen“, sagt Layr. Die Sozialarbeiter erkennen Einsparpotenzial, informieren über energieeffiziente Maßnahmen und bieten in Kooperation mit der EVN aktive Unterstützung an. „Die Betroffenen werden dadurch finanziell entlastet. Es ist wichtiger denn je, armutsgefährdete Menschen rasch zu unterstützen“, sagt AKNÖ-Präsident Wieser.

Erfolgreiche Kooperation AKNÖ-EVN wird fortgesetzt
Das Projekt für mehr Energieeffizienz ist ein weiterer Eckpfeiler zur Entlastung einkommensschwacher Haushalte.
Im Herbst 2014 vereinbarten AKNÖ und EVN, ein Energieeffizienzstarterpaket an GIS-befreite EVN-Kunden zu verschicken, das aus LED-Leuchten und einem Wassersparset bestand. Die Energieeinsparung beträgt bis zu 126 Euro pro Jahr und Haushalt. Die Nachfrage nach den Paketen war gewaltig. Rund 4500 Pakete wurden aktiv angefragt und verschickt, das entspricht rund 35 Prozent der Anspruchsberechtigten. „Wenn zwei große Institutionen an einem Strang ziehen,
können viele Vorhaben für unsere Landsleute umgesetzt werden“, betonen Layr und Wieser.


Quellen:

NÖN.at (22.2.2015)

Presseaussendung EVN (24.7.2015)