Just Transition und Gewerkschaften: Beiträge der Global Labour University Conference Johannesburg vom September 2016 zum Nachlesen

Im September 2016 fand die 11. Konferenz der Global Labour University in Johannesburg statt, wo die weltweite Rolle von Gewerkschaften im Übergang zu einer „just transition“ im Zentrum der Diskussionen stand. Die meisten der interessanten Beiträge zum Nachlesen finden sich hier:

 

Climate Justice COP 22 – Stellungnahme des Internationalen Gewerkschaftsbundes zur Klimakonferenz 2016 in Marrakesch

Der IGB arbeitet aktiv daran, dass die Gewerkschaftsbewegung an der Klimaagenda und an der Entwicklung einer umfassenden Strategie für einen “gerechten Übergang” für Beschäftigte und alle Menschen mitwirkt, um sicherzustellen, dass wir alle Teil einer nachhaltigen, CO2-armen Wirtschaft sind und in den Genuss von menschenwürdigen und umweltfreundlichen Beschäftigungsverhältnissen kommen.

ITUC Frontlines Briefing: Climate Justice COP 22 Special Edition

Trade Unions and Climate Change, ITUC Contribution to UNFCCC COP22

 

Abschlusskonferenz des Forschungsprojekts TRAFO LABOUR am 7./8. November 2016 in Wien

Das vom österreichischen Klima- und Energiefonds finanzierte Forschungsprojekt TRAFO LABOUR (2014-2016) – durchgeführt von KollegInnen von FORBA, dem Institut für Höhere Studien (IHS), der Wirtschaftsuniversität Wien und der Universität Wien – ging der Frage nach, wie es gelingen kann, die Rolle von Gewerkschaften bei der Formulierung von sozial-ökologischen Strategien zu stärken und somit auch die Interessen von ArbeitnehmerInnen in die konkrete Gestaltung von Umwelt- und Klimapolitik miteinzubeziehen.

Zum Abschluss des Forschungsprojektes laden wir zu einer Konferenz in Wien ein. Am 7. November 2016 diskutieren ExpertInnen aus Gewerkschaften und Wissenschaft im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung über die Zukunft von Arbeit und Ökologie.

7. November 2016, 18:30-20:30 Uhr: Öffentliche Podiumsdiskussion mit ExpertInnen aus Gewerkschaften und Wissenschaft (VHS Urania, Uraniastraße 1, 1010 Wien)

Am 8. November 2016 möchten wir Sie/Dich herzlich einladen, um gemeinsam über die zentralen Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt zu diskutieren. Darüber hinaus wollen wir auch in die Zukunft blicken und über mögliche weitere gemeinsame Aktivitäten beraten.

8. November 2016, 09:00-17:00 Uhr: Konferenz (ÖGB-Catamaran, Riverbox, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien).

Aus organisatorischen Gründen möchten wir Sie/Dich bitten, uns mitzuteilen, ob Sie/Du an der Konferenz am 8. November 2016 teilnehmen werden/wirst.

Mails dazu bitte an Lukas Neißl, lukas.neissl@univie.ac.at

Herzlichen Dank und beste Grüße,
Ulrich Brand und Kathrin Niedermoser für das Projektteam

Degrowth-Webportal – alles, was Sie über Degrowth wissen sollten

Gegenwärtig (30. August bis 2. September 2016) findet in Budapest die 5. Internationale Degrowth Konferenz statt, wo mehrere 1000 TeilnehmerInnen den State-of-the-Art der Degrowth-Bewegung diskutieren.

Auf dem deutschsprachigen Degrowth-Webportal finden Sie eine Fülle an Informationen rund um das Thema Degrowth: Antworten auf die Frage „Was ist degrowth?“, Neuigkeiten zu aktuellen Projekten und Informationen zu den internationalen Degrowth-Konferenzen. Das Webportal beherbergt außerdem die umfangreiche Degrowth-Mediathek mit Audio-, Video- und Textmaterialien, einen Blog mit internationalen Artikeln zum Thema sowie einen Veranstaltungskalender.

Degrowth in Bewegung(en) – zum Verhältnis von Gewerkschaften und der Degrowth-Bewegung

Norbert Reuter von der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Politikwissenschafterin Jana Flemming skizzieren in einem interessanten Überblickstext „Wer kann es sich leisten, zu verzichten?“ das Verhältnis von Gewerkschaften und Degrowth-Bewegung. Was sind typische Spannungen zwischen „Arbeit“ und „Ökologie“ und wo existieren relevante Schnittmengen?

Der Text ist einer von 32 übersichtlich aufbereiteten Positionsbestimmungen zu „Degrowth in Bewegung(en)“, d.h. zum Verhältnis von Degrowth mit anderen sozialen Bewegungen. Was kann die Degrowth-Bewegung von diesen lernen? Und was können andere soziale Bewegungen wiederum voneinander sowie von Degrowth-Ideen und -Praktiken lernen? Welche gegenseitigen Anregungen, aber auch welche Spannungen gibt es? Und wo könnten Bündnisse möglich sein?

Vorschläge der EU-Kommission, wie das Pariser Klimaabkommen umzusetzen ist

Die EU-Kommission hat Vorschläge unterbreitet, wie das Pariser Klimaabkommen umzusetzen ist, und dabei den Mitgliedsländern Ziele zur Senkung von Treibhausgasemissionen vorgegeben. Um wie viel der Schadstoffausstoß bei Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfallbeseitigung bis 2030 gesenkt werden soll, hängt dabei von der Wirtschaftskraft der Länder ab. Bei Österreich sind es 36 Prozent im Vergleich zu 2005. Doch die Länder müssen dem erst zustimmen – und auch der „Brexit“ wird die Pläne noch einmal durcheinanderwirbeln.

Mehr Informationen / Quelle: orf.at, 20.7.2016

Internationale Jahreskonferenz des Klimabündnis, 5. – 8. Oktober 2016 in Krems an der Donau

Kultur des lokalen Klimaschutzes – Gute Beispiele erfolgreich verankern.

VertreterInnen von hunderten Kommunen und Organisationen aus ganz Europa sowie unsere indigenen PartnerInnen aus dem Amazonas-Regenwald tauschen sich jedes Jahr bei der Internationalen Jahreskonferenz des Klimabündnis aus. Heuer findet diese in Krems an der Donau (Niederösterreich) statt.

Mehr Informationen und Programm

Ungewissheit über den Klimawandel gekonnt vermitteln – Praktischer Leitfaden

„Praktischen Leitfaden für alle, die über den Klimawandel berichten“ (deutschsprachige Version zum Download).

Besonders im Zusammenhang mit dem Klimawandel werden Unsicherheiten gerne als Argument verwendet, um die Klimaforschung zu diskreditieren, anzuzweifeln und politische Antworten hinauszuzögern. COIN, eine überparteiliche gemeinnützige Organisation aus Oxford und Spezialist zum Thema „Kommunikation über den Klimawandel“ hat nun einen praktischen Leitfaden herausgegeben. (Quelle: klimawandelanpassung.at)

 Die wichtigsten Punkte daraus:

  • Richten sie den Fokus auf gesicherte Erkenntnisse und stellen Sie den wissenschaftlichen Konsens deutlich heraus: 97 % der Klimawissenschaftler/-innen und so gut wie alle wissenschaftlichen Studien zum Klimawandel aus der ganzen Welt stimmen der These zu, dass die Menschheit den Klimawandel verursacht und es ernste negative Auswirkungen haben wird, sofern keine Gegenmaßnahmen getroffen werden. Entschuldigen Sie sich nicht für das, was Sie nicht wissen, sondern kommunizieren Sie souverän, was Sie wissen!
  • Achten Sie auf Sprache und Meinung der Zuhörer/-innen: Besonders bei „heißen politischen Eisen“ filtern die Leute wissenschaftliche Fakten passend zu ihren politischen Ansichten. Viele Menschen reagieren positiv auf Werte wie Risikovermeidung, Sicherheit, Schönheit und Erhalt der Natur, Verantwortungsbewusstsein, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit.
  • Es geht nicht um das „ob“, sondern um das „wann“: Für den Großteil der Bevölkerung stellt der Klimawandel ein fernes Risiko dar, keines im Hier und Jetzt. Es geht jedoch nicht um einen ungewissen Ausgang, sondern um einen ungewissen Zeitpunkt. Bei Formulierungen sollte das berücksichtigt werden.
  • Verlagern Sie den Schwerpunkt von “Ungewissheit” zu “Risiko“: Die meisten Menschen sind es gewohnt, „Risiken“ zu bedenken. Setzen Sie klare und praktische Beispiele ein, um Risiken darzustellen, wie überflutete Ortschaften, zerstörte Ernten oder ein ins Meer versinkendes Gebäude.
  • Erzeugen Sie „Hoffnung“, nicht „Hoffnungslosigkeit“: Es wirkt beruhigender, sich auf Chancen zu konzentrieren, als auf Risiken. Die Handlungsbereitschaft steigt.
  • Erzählen Sie menschliche Geschichten und keine wissenschaftlichen: Die meisten Menschen verstehen die Welt viel besser durch Geschichten und Bilder, als durch Listen, Zahlen, Wahrscheinlichkeitsaussagen und technische Grafiken. Setzen Sie Botschafter/-innen und Fallstudien ein, denn persönliche Geschichten machen wirklich betroffen. Vermitteln Sie greifbare, wenig abstrakte und relevante Botschaften.

Europäisches Forum Alpbach 2016 – Energiewende: Die Macht der Konsumenten

Am 26. August 2016 leitet der Klima- und Energiefonds eine Breakout-Session im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche 2016 zum Thema „Energiewende: Die Macht der Konsumenten.“

Neue Aufklärung bedeutet, dass sich unser (Energie-)Weltbild ändern muss – eine klimapolitische Notwendigkeit, nicht erst seit der Klimakonferenz in Paris. Doch wer wird die nötigen Veränderungsprozesse vorantreiben? Und bedeutet es auch, dass KonsumentInnen mehr Macht erhalten?

Der Arbeitskreis des Klima- und Energiefonds wird mit internationalen ExpertInnen unter dem Stichwort „Energiewende“ diskutieren, wie der gesellschaftliche Übergangsprozess in die neue, aufgeklärte Energiewelt vorangetrieben werden kann und welche Rolle innovative Technologien spielen.

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